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15.02.2017 Manchmal…

Manchmal…
Ein Zeitungsartikel über „Waldbaden“ Klang so interessant, dass ich mich am 15. Februar, einem sonnenwarmen Frühlings Nachmittag an meinem Kraftplatz im Wald stärken wollte. Doch es kam anders. Eine Eisplatte am Weg beendete für mich das Waldbaden unvermutet. Ich rutschte darauf aus, stürzte rücklings und wollte mich mit den Händen abfangen. Ein Schmerz durchzuckte meine Hände. Ich wusste sofort, dass es mehr als eine Verstauchung ist. Tausend Gedanken gingen mir durch den Kopf. Meine Hände. Mein Werkzeug. Nicht gerade jetzt. Nein. Nicht jetzt wo ich doch……. Die Diagnose auf der Unfallambulanz war niederschmetternd. Beide Hände sind gebrochen. Die Rechte wurde am 24. Februar operiert.

So bin ich derzeit handlungsunfähig. Es ist, als würde alles in mir erstarrt sein. Ich befinde mich im Rückzug. Keine Verpflichtungen, keine Erwartungen sind zu erfüllen.
Alles Geplante für die nächsten Wochen wurde abgesagt. Nein sagen. Die schönsten Aufträge weitergeben. Nein sagen. Auch wenn es schmerzt. Nur ich sein.
Es passiert nicht einmal ein Pinselstrich in meinem Kopf. Die Ateliertüre ist zu.
Für mich ein völlig neues Gefühl. Ich tauche in eine Gedankenwelt ein, die ich so nur selten so kannte. Chaos in mir.
Der Tag bekommt eine neue Zeitqualität. Ich wusste nicht wie es sein kann wenn man nichts heben, wegtragen oder schnell aufschreiben möchte. Freunde bekommen auf einmal eine völlig neue Bedeutung. Gespräche, Impulse, Gedanken die ich für mich alleine ordnen muss.

Welch neue Wege werden mir gezeigt. Tief in meinem Herzen spüre ich es wahrscheinlich.
Im Rückzug liegen auch viele neue Chancen. Ein Neubeginn. Wohin wird die Reise gehen.
Vielleicht Arbeite ich zurzeit mehr als ich glaube und ahne. Nur anders halt. Sortiere meine wirren Gedanken.
Unter den vielen Freunden, meinen Eltern, Wegbegleitern, EggendorferInnen, Kursteilnehmerinnen, den Engeln auf Erden, möchte ich mich bei Hubert meinem Mann bedanken. Er muss derzeit ertragen wenn ich ungeduldig bin weil der Waschlappen beim Duschen zu kalt ist, oder weil Hubert den Besen anders schwingt als ich und auch anders sauber macht.
Hubert macht für mich alles. Wer jetzt denkt alles, der denkt richtig.
Ich lerne mich in Geduld üben.

Es gibt in Kürze auch noch eine Überraschung für euch. Jetzt ist es einfach zu früh für mich, darüber zu schreiben. Jetzt muss ich mich erst einmal sammeln.
Ich werde aber sicher davon berichten, schaut einfach manchmal auf meine Homepage.
Vielleicht schreibe ich meine Gedanken nochmals auf ?

Christine hat mir geschrieben:
Das Neuland ist die Belohnung für die Improvisation,
es öffnet andere Welten.

Alles liebe
Eure Andrea Henriette