Ein Experiment auf dem Berg: Auf dem Weg sein.
Schon lange habe ich von einer Ausstellung geträumt, die anders ist als alles Gewohnte. Ein Ort der Stille und Entschleunigung, der tief im Inneren berührt und zum Nachdenken anregt. Manchmal brauchen Träume Zeit zum Reifen, doch schließlich finden sie ihren Weg zu uns.
Als Elisabeth Humer, Nationalpark  Rangerin Kalkalpen, mich im August 2025 fragte, ob ich eine Ausstellung auf der Hütte machen möchte, zögerte ich zuerst. Der Weg hinauf ist steil und verzeiht keine Bequemlichkeit. Doch das Versprechen eines Abenteuers war stärker als die Zweifel – und so begann ein ganz besonderes Experiment.
Normalerweise packt man seine Werke ins Auto, fährt vor und lädt aus. Hier aber wurde jedes Bild, jeder geschriebene Text zur bewussten Reise. Wir trugen die Kunst auf unseren eigenen Rücken den Berg hinauf. Eine Dreiviertelstunde Aufstieg: Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug. Während ich mit den Wanderstöcken, dem Pfad und meinen Gedanken beschäftigt war, trug das Team – Elisabeth, Daniela und 2 Praktikanten – unermüdlich mit. Die Ankunft oben war schlichtweg überwältigend. Man lässt das Alltägliche im Tal zurück und betritt eine andere Welt. Hier oben gibt es keinen Strom und kein fließendes Wasser. Nur die Natur, die Hütte und die Stille. Ein kraftvoller, spiritueller Ort. Nun hängt alles an seinem Platz. Bis zum 13. August ruhen die Bilder in dieser besonderen Atmosphäre und lassen ihre Energie weit über das Tal strömen. Ab dann öffnet Elisabeth die Hütte für vier Wochenenden. Es fühlt sich an, als würden die Werke darauf warten, von den Menschen entdeckt zu werden. Ich spüre tief in mir: Etwas Neues hat begonnen – und an einem Ort wie diesem können Wunder geschehen.
Näher Informationen auf einen Blick im nächsten Beitrag.